Bayer-Monsanto-Fusion: Wir machen weiter!
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Proteste vor der Bayer-Zentrale in Leverkusen © MISEREOR
Bayer-Monsanto-Fusion
EU hat versäumt, die Macht der Agrar-Konzerne zu regulieren

Liebe MISEREOR-Freundin, lieber MISEREOR-Freund,

Bäuerinnen und Bauern, aber auch Verbraucherinnen und Verbraucher weltweit erhielten gestern eine schlechte Nachricht: Die EU-Wettbewerbskommission hat die Fusion der Agrarkonzerne Bayer und Monsanto genehmigt - wenn auch unter strengen Auflagen, wie die Wettbewerbsbehörde betonte.

Warum diese Nachricht in unseren Augen schlecht ist

"Auch die Auflagen können die Konzentrations- und Monopolisierungstendenz in der globalen Landwirtschaft nicht aushebeln", betonte Pirmin Spiegel, nachdem er von der Entscheidung erfuhr. "Die Fusion ist ein weiterer Schritt in Richtung Kontrollübernahme weniger Konzerne über die Saatgut- und Pestizidmärkte. Für sie geht es um Ertragssteigerung, Gewinnmaximierung und die Erschließung neuer Märkte. Es handelt sich um hoch risikoreiche Ansätze, die weder an den Realitäten von kleinbäuerlichen Betrieben ausgerichtet sind, noch an die sich verändernden klimatischen Bedingungen", sagte er in unserer Pressemeldung und einem Interview mit der WirtschaftsWoche.

Denn was Politik und Unternehmen bis heute nicht ausreichend anerkennen, ist: Fast 500 Millionen bäuerliche Familienbetriebe weltweit sorgen längst für den Großteil unserer Nahrungsmittel - ihr Potenzial muss durch die Politik endlich gefördert, statt verdrängt, ihr Wissen von den Konzernen anerkannt, statt ignoriert werden!

Immer mehr Menschen bereitet die Macht der Konzerne Sorge!

Das letzte Jahr hat uns gezeigt: Weltweit setzen sich Millionen Menschen für Vielfalt vom Acker bis auf den Teller ein. Und: Immer mehr Menschen bereitet die fortschreitende Machtkonzentration in der der Landwirtschaft Sorge. Deswegen setzen wir uns weiterhin mit Ihnen und unseren Partnern für eine Landwirtschaft ein, die sozial gerecht ist, indem sie Arbeit und Einkommen für viele zu fairen und menschenwürdigen Bedingungen schafft. Und wir informieren Sie auch in Zukunft gerne über umweltfreundliche, nachhaltige und demokratische Alternativen, die nicht von wenigen Konzernen der Agrar- und Nahrungsmittelindustrie beherrscht werden.

Bleiben Sie mit uns auf dem Weg für Vielfalt vom Acker bis auf den Teller!
Ihr Kampagnen-Team für Vielfalt,
 
Rebecca Struck & Sven Brieger

Lesen Sie hier von der Erfolgsstory unseres Partners MASIPAG: Wie Kleinbauern auf den Philippinen die Kontrolle über ihr Saatgut zurückerlangen.

Unsere Broschüre "Vielfalt fördern" können Sie weiterhin per E-Mail an baysanto@misereor.de kostenlos bestellen. Mehr Informationen rund um das Thema Vielfalt finden Sie in Zukunft auch in unserem Online-Dossier "Vielfalt"

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